Zwei Traumtore und ein historischer Dreifachwechsel: Bremen lässt Kiel keine Chance

Holstein Kiels Trainer Marcel Rapp nahm nach dem 1:3 in Heidenheim vier Wechsel in der Startelf vor, von denen mindestens zwei etwas überraschend kamen: Torwart Weiner wurde durch Dähne ersetzt und auch Becker musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für ihn startete Ivezic. Außerdem begannen Harres und Bernhardsson gemeinsam im Sturm. Dafür waren Machino und Gigovic zunächst draußen.

Bremen-Coach Ole Werner nahm nach dem 2:4 gegen Gladbach ebenfalls vier Wechsel vor. Kapitän Friedl stand das erste Mal seit dem 20. Spieltag wieder in der Startelf. Er ersetzte Veljkovic, der wegen muskulären Problemen nicht im Kader war. Außerdem begann Stark für Pieper, Kaboré (nicht im Kader) wurde durch Weiser ersetzt und Ducksch bekam im Sturm den Vorzug vor Silva.


Traumfreistoß von Ducksch zur verdienten Führung

Die Personalrochaden auf Kieler Seite hatten zu Beginn der Partie überhaupt keinen positiven Effekt - im Gegenteil. Werder kontrollierte das Spiel, drückte Kiel hinten rein und erspielte sich bereits in der 5. Minute eine erste Doppelchance durch Ducksch und Burke. Danach kamen zwar nicht viele Chancen hinzu, aber der Führungstreffer durch einen traumhaften Freistoß von Ducksch (25.) - es war sein erstes Tor seit dem 25. Januar beim 2:2 gegen Dortmund - war trotzdem verdient, weil die KSV kaum aus der eigenen Hälfte kam.

Kurz vor der Pause hatte Marcel Rapp dann genug gesehen und veranlasste einen Dreifachwechsel (36.) - so früh hatte noch nie ein Bundesligist dreimal gewechselt. Machino, Holtby und Becker kamen für Harres, Ivezic und Rosenboom ins Spiel. Der Spielplan des Holstein-Trainers war überhaupt nicht aufgegangen, aber die Korrektur noch in der ersten Halbzeit veränderte das Spiel maßgeblich. Kiel übernahm die Kontrolle und erspielte sich mehr und mehr Offensivaktionen. Der gefährlichste Schuss von Machino ging in der 42. Minute links daneben. Zur Pause war die Werder-Führung nach wie vor verdient, aber die Hausherren hatten sich zumindest ins Spiel gekämpft.

Agu erzielt das nächste Traumtor

Der zweite Durchgang startete ausgeglichen und mit zunehmender Spielzeit wurde Kiel druckvoller, aber es wirkte so, als wären die Bremer gar nicht darauf erpicht, den Druck der KSV zu durchbrechen. Stattdessen lauerten sie auf Konter und wurden in der 59. Minute dafür belohnt: Nach abgewehrter Ducksch-Flanke erzielte Agu mit einem wunderschönen Schlenzer in den rechten Winkel das zweite Traumtor des Tages. Danach gaben sich die Kieler zwar nicht auf, aber sie waren offensiv einfach zu harmlos. Die Bremer Defensive um Startelfrückkehrer Friedl stand sehr solide.


Grüll setzt den Schlusspunkt

Der eingewechselte Njinmah hätte in der 76. und 82. Minute schon den Deckel draufmachen können, schloss aber zu ungenau ab. So blieb Kiel im Spiel und bekam tatsächlich noch die Chance zum Anschluss: Machino vergab aber aus kurzer Distanz (88.). Danach war das Spiel eigentlich gelaufen, aber Holstein löste trotzdem noch die Defensive auf und fing sich durch einen Bremer Konter das 0:3 durch Grüll (90.+3). (Quelle: Kicker)

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