
Ohne Glanz, aber mit Effizienz: Dortmund schlägt Werder
Gegen den bemühten, aber sehr harmlosen SV Werder Bremen sicherte sich Borussia Dortmund einen am Ende souveränen 3:0-Erfolg, durch den der BVB Platz zwei in der Tabelle vorerst festigte.
Bei Dortmund nahm Trainer Niko Kovac nach dem 3:3 bei Eintracht Frankfurt drei Umstellungen vor: Statt Svensson, Brandt und Guirassy (alle Bank) begannen Yan Couto, Chukwuemeka und Fabio Silva. Guirassy (kicker-Note 5,5) hatte in Frankfurt einen Elfmeter verursacht.
Aufgrund der Absage des Spiels gegen die TSG Hoffenheim am Wochenende, die nun am 27. Januar (Dienstag, 20.30 Uhr) nachgeholt wird, war die Partie für Werder Bremen das erste Pflichtspiel des Kalenderjahres 2026. SVW-Coach Horst Steffen tauschte im Vergleich zum 0:0 beim FC Augsburg noch vor der kurzen Winterpause zweimal. Für Stark (angeschlagen) und Puertas (Bank) begannen Coulibaly und Grüll. Neuzugang Milosevic saß zunächst auf der Bank.
Schlotterbeck trifft früh - Pfiffe zur Pause
Nach munteren ersten zwei, drei Minuten der Dortmunder war es Nijnmah für die Bremer, der nach einem Konter die erste gute Chance im Spiel besaß. Kobel war beim Schuss des Offensivakteurs aber auf dem Posten (4.). Noch in der Anfangsphase wurde aber auch die Borussia gefährlich. Lynen klärte nach Chukwuemekas Vorarbeit erst gerade noch vor Fabio Silva (9.). Doch nach der folgenden Ecke stand es 1:0. Schlotterbeck löste sich im Zentrum von Stage und vollstreckte per Kopf aus kurzer Distanz (10.).
Wer danach aber mit souveränen Westfalen rechnete, sah sich getäuscht. Werder zeigte sich vom Rückstand keineswegs geschockt, sondern sorgte insbesondere mit Steilpässen immer wieder für Gefahr. Nijnmah lief in der 18. Minute aus abseitsverdächtiger Situation allein auf Kobel zu, konnte diesen aber mit einem versuchten Lupfer nicht überwinden.
Im weiteren Verlauf verflachte die Partie. Werder spielte gut mit, erzeugte aber ebenso wenig Torgefahr wie der fahrige BVB, der schließlich - trotz Führung - sogar mit vereinzelten Pfiffen des Publikums in die Halbzeit begleitet wurde.
Sabitzer trifft im zweiten Versuch
Nach der Halbzeit brachte Kovac in der Defensive Can für den bereits gelbverwarnten Süle (46.). Bremen versuchte, verstärkt nach vorne zu spielen, was allerdings Räume für den BVB bot. In der 55. Minute scheiterte Beier nach einem Konter zunächst an Backhaus und im Nachschuss an Pieper, der vor dem leeren Tor rettete, ehe der Nachschussversuch von Fabio Silva zur Ecke geklärt wurde.
Ähnlich ging es im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte weiter. Werder war bemüht, blieb offensiv jedoch sehr harmlos. Die Borussia lauerte auf sich bietende Umschaltstationen. In der 66. Minute schoss Sabitzer mit der nächsten Chance noch knapp über das Tor, doch zehn Minuten später machte es der Österreicher besser. Per Dropkick schlug der Ball im Tor ein (76.).
Joker Guirassy bestraft Piepers Patzer
Der zweite Treffer zeigte bei den Norddeutschen Wirkung. Willen und Einsatzbereitschaft ließen nun nach. Joker Guirassy war es letztlich vorbehalten, den 3:0-Endstand für den Favoriten zu erzielen (83.). Vorangegangen war ein Patzer von Pieper, der den Ball im eigenen Strafraum gegen den hoch pressenden Bellingham verlor. (Quelle: kicker)