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Flanke, Distanzgeschoss und Pass: Leweling führt Stuttgart zum Dreier an der Weser

Der VfB Stuttgart ist nach zuletzt drei Ligaspielen ohne Dreier wieder auf die Siegerstraße eingebogen. Mit einem 4:0 schlugen die Schwaben dabei an der Weser zu und durften sich dabei vor allem bei Leweling bedanken. Sie hatten bei diesem verdienten Auswärtssieg allerdings auch frühe Gefahren zu überstehen - und spielten am Ende in Bremen in Überzahl.
Recht gemischt waren die vergangenen Wochen aus Bremer Sicht verlaufen - schließlich hatte das Team von Horst Steffen zuletzt viermal in Folge nicht mehr daheim verloren und hier zehn Punkte generiert, auf der anderen Seite allerdings auch nur einen Zähler aus drei Partien geholt. Nun gegen den VfB Stuttgart sollte natürlich wieder ein Sieg her. Dafür schickte der SVW-Trainer nach dem jüngsten 2:3 im Nordderby beim Hamburger SV auch Mbangula und Njinmah für Puertas und Topp von Beginn an rein.

Und siehe da: Vom Start weg waren die Grün-Weißen im heimischen Weserstadion das weitaus gefährlichere Team. Die Gäste aus dem Schwabenland, bei denen Coach Sebastian Hoeneß im Vergleich zum 4:1 in der Europa League gegen Maccabi Tel Aviv ganze fünfmal umgebaut hatte (Vagnoman, Chabot, Leweling, El Khannouss und Nartey für den gesperrten Assignon, Mittelstädt, Jovanovic, Tiago Tomas und Führich), konnten derweil mit ihrem vielen Ballbesitz zunächst nichts anfangen.

Aktivposten Njinmah - und nicht das Bremer 1:0

Das Gute aber aus Sicht der Stuttgarter, die zuletzt dreimal am Stück nicht mehr gewonnen hatten (3:3 in Dortmund, 1:2 beim HSV und 0:5 gegen Bayern München): Ein gefährlicher Flachschuss von Njinmah sauste links knapp am Kasten von Nübel vorbei (3. Minute), ehe der VfB-Keeper nach scharfem Querpass von Njinmah abtauchte und so vor dem einschussbereiten Schmid parierte (9.). Der Torwart war zudem noch bei einem harten Geschoss von Njinmah zur Stelle (9.).
Die Schwaben brauchten derweil etwas mehr Zeit, um sich erstmals vor dem Gehäuse von Backhaus zu zeigen. Ein Distanzschuss von El Khannouss konnte den SVW-Schlussmann dabei aber nicht bezwingen (19.).

Zudem hatten die zwischenzeitlich mit weitaus mehr Ballbesitz ausgestatteten und zugleich zweikampfstärkeren Stuttgarter Pech, dass nach Eroberung von Jeltsch gegen den zu passiven Mbangula sowie Steilpass von Stiller der eiskalt abschließende Undav wirklich nur hauchzart vor Coulibaly im Abseits gestanden hatte (23.). Der VAR entlarvte die strafbare Stellung im Anschluss (25.).

Leweling findet El Khannouss und haut einen raus

Nach etwas Leerlauf im Anschluss und verpassten Abschlüssen von Karazor sowie Undav (jeweils 35.), einem Schuss ans Außennetz von Undav (36.) und einem Kopfball aus spitzem Winkel von Karazor samt Backhaus-Glanztat (37.) hatte der VfB noch einen Doppelschlag zur verdienten Führung parat. So durfte zunächst der nach Leweling-Flanke zu wenig gedeckte El Khannouss sauber gegen die Laufrichtung von Backhaus zum 1:0 einköpfen (40.), ehe Leweling selbst noch ein Distanzgeschoss auspackte - und seinen tückischen Flatterball zentral unter die Latte von Backhaus jagte (44.).

Coulibaly schwächt Bremen zusätzlich

Nach Wiederbeginn näherten sich die Hausherren immerhin mal mit einem Stage-Kopfball aus aussichtsreicher Lage an (50.). Allgemein fiel aber auf, dass gerade Mbangula einen schweren Stand in der Offensive hatte - und auch der anfangs noch auffällige Njinmah selbst seit Längerem abgetaucht war. Dazu passte, dass sich Coulibaly nach eigener Balleroberung die Kugel zu weit nach vorne legte, klar Karazor foulte und nach der zunächst gewährten Chance für Leweling (59., Parade von Backhaus) nachträglich seine zweite Gelbe Karte sah. Somit musste Bremen auch noch in Unterzahl agieren. (Quelle: kicker)