Jubilar Nusa ebnet effizienten Leipzigern in Bremen den Weg
Werder Bremen kann weiterhin gegen RB Leipzig nicht gewinnen. Die kriselnden Hanseaten zeigten sich zwar engagiert, allerdings fehlte es ihnen im Gegensatz zu den Sachsen an Kaltschnäuzigkeit. Am Ende sicherten zwei präzise Schüsse den Gästen den 2:1-Sieg.
Nach Amtsantritt hatte Bremens Coach Daniel Thioune zunächst dreimal in Folge verloren, dann aber mit den Hanseaten die Trendwende eingeläutet und sich mit neun Punkten aus vier Spielen im Keller einen kleinen Puffer erarbeitet. Das 1:0 im Abstiegskracher in Wolfsburg war dabei besonders wertvoll. Demgegenüber wechselte der 51-Jährige nun dreimal: So kehrten Agu, Pieper und Lynen in die Startelf zurück und ersetzten den verletzten Stark (muskuläre Probleme) sowie Sugawara und Mbangula, die auf der Bank landeten. Dort saßen aufgrund der angespannten Personalsituation lediglich acht anstatt der erlaubten neun Spieler.
Für RB-Coach Leipzig Ole Werner, der von November 2021 bis Mai 2025 an der Weser durchaus erfolgreich gewirkt hatte, war es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Sein Fokus lag jedoch auf Leipzig, das nach der 5:0-Gala gegen Hoffenheim auf einer Position verändert daherkam: Nusa ersetzte in der offensiven Dreierreihe den verletzten Gruda (Adduktorenprobleme) und bestritt damit sein 50. Bundesligaspiel für die Sachsen. Stammtorhüter Gulacsi saß nach Innenbandanriss im linken Knie erstmals wieder auf der Bank, ebenso Ouedraogo, der wegen einer Sehnenverletzung im linken Knie seit dem 17. Spieltag ausgefallen war.
Schmid scheitert, Nusa nimmt's ganz genau
Werder, das seit dem 18. Mai 2019 (2:1) und damit seit elf Ligaspielen gegen RB nicht mehr gewonnen hatte, startete durchaus engagiert, präsentierte sich gegen spielerisch überlegene Leipziger griffig und lauffreudig - und gestaltete das Duell so ausgeglichen. Allgemein entwickelte sich ein dynamisches Spiel, das aber auch fehlerbehaftet war. Hüben wie drüben waren Fehlpässe schon häufig zu beobachten, vor allem im finalen Drittel.
Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe es erstmals richtig gefährlich wurde: Schmid scheiterte mit seinem 13-Meter-Schuss am stark reagierenden Vandevoordt. Im direkten Gegenzug schlug es dann aber ein, nachdem Romulos geblockter Schuss bei Nusa gelandet war und dieser trocken wie präzise aus 17 Metern ins linke untere Eck vollstreckte (15.). Kurz darauf bot sich Schmid abermals die Chance, doch wieder zog der Österreicher gegen Vandevoordt den Kürzeren (20.).
Vandevoordt hält die Pausenführung fest
Danach verflachte die Partie zusehends, Leipzig kontrollierte zwar in der Folge das Geschehen, suchte dabei jedoch nicht wirklich das Risiko und wurde zusehends passiver. Rächen sollte sich das nicht, weil Werders seltene Angriffsbemühungen eben nur Bemühungen blieben.
So plätscherte das Duell ereignislos vor sich hin. Erst Puertas mit seinem 16-Meter-Linksschuss, der knapp danebenging (34.), riss die Akteure wieder aus ihrer Lethargie. Weil Vandevoordt kurz darauf erneut gegen Schmid (37.) und dann auch noch gegen Lynen (41.) zur Stelle war, blieb es am Ende bei der knappen Pausenführung der Gäste.
Bremer Nackenschläge zum Start in Hälfte zwei
Durchgang zwei startete denkbar ungünstig für Bremen: Zunächst fiel Pieper während eines Kopfballduells mit Romulo unglücklich auf den Boden und musste leicht benommen für Covic ausgewechselt werden (49.). Nur drei Minuten später konnte Agu Baumgartner nach klasse Steckpass von Diomande nicht mehr entscheidend abfangen, ehe der Ball aus dem Zweikampf heraus ungewollt bei Romulo landete. Der Brasilianer dankte und vollstreckte aus elf Metern ins linke untere Eck zum 2:0 (52.).
Die Freude über das 2:0 trübte bei den Gästen dann jedoch Lukeba, der ebenfalls angeschlagen frühzeitig ausgewechselt werden musste. Spielerisch herrschte in der Folge viel Leerlauf: Werder hatte sichtbar am Rückstand zu knabbern, während RB schon in den Verwaltungsmodus schaltete. So plätscherte das Duell weitgehend ereignislos vor sich hin. In der Schlussphase wurde es dann zwar wieder etwas lebhafter, der eingewechselte Harder (80.) sowie Diomande (81.) kamen ebenso zu Chancen wie auf der Gegenseite Joker Musah (82., 90.+3). (Quelle: kicker.de)