Augsburg 2  2:2  werder

 

Wahrlich keinen vorweihnachtlichen Leckerbissen lieferten Augsburg und Bremen. Nur die zweiten 45 Minuten boten in einer umkämpften Partie Unterhaltungswert - das bessere Ende bei der Nullnummer blieb dem FCA versagt.

Wolf scheitert an Backhaus

Augsburg war in der Anfangsphase das aktivere Team, presste früh und kam zu ersten Möglichkeiten: Claude-Maurice prüfte Backhaus aus der Ferne (9.), Wolf den SVW-Keeper aus nächster Nähe (10.).

Vielversprechend hatte das Spiel begonnen. Doch mit dem Unterhaltungswert war es schnell vorbei, denn es entwickelte sich ein ganz zäher Vortrag. Lediglich in Sachen Leidenschaft und Einsatzwille waren gute Noten zu vergeben, spielerisch blieb das Niveau im Keller. Beiden Teams fehlte es vor allem im letzten Drittel sowohl an einer Idee als auch an Präzision und damit einer Lösung, um die jeweils sichere gegnerische Defensivreihe in Bedrängnis zu bringen.

Bremen verzeichnete im gesamten ersten Durchgang nach einer von immerhin neun Ecken einen schüchternen Chancenansatz (Friedl, Puertas, 15.) und mit Wohlwollen noch einen durch Schmids Freistoß (41.), mehr Nennenswertes gab es in einem ereignislosen Duell nicht zu berichten.

Wie der erste startete auch der zweite Abschnitt mit Chancen: Der ersten für Bremen (Puertas, 47.) sowie auf der Gegenseite durch Claude-Maurice (52.).


Dicke Kopfballchancen hüben wie drüben

Die Räume waren nicht mehr ganz so verdichtet wie in den ersten 45 Minuten, das etwas Mehr an Platz hätte fast der FCA genutzt, Massengo köpfte freistehend knapp daneben und ließ die Führung liegen (60.). Doch auch für den SVW war bei einem Kopfball mehr drin: Pieper nickte nach Schmids Ecke Zentimeter über den Balken (67.).

FCA im doppelten Aluminiumpech näher dran am Sieg 

Die Baum-Elf wollte den Sieg in der Endphase mehr. Ein Einschlag rückte noch einmal näher, als Rexhbecaj aus der Distanz am Pfosten scheiterte (76.). Und schien perfekt, als Claude-Maurice den Ball nach Massengos Zuspiel unter die Latte jagte. Weil er dabei im Nachklang Stage stempelte, fand der Treffer keine Anerkennung (80.).

Auch in der Nachspielzeit wurde es noch einmal knifflig: Joker Tietz köpfte an die Latte, im Gegenzug verpasste auch Schmid den durchaus möglichen Lucky Punch (90.+7). So blieb es beim 0:0, das Bremen mehr hilft als den Augsburgern, die in der Abstiegsregion verhaftet bleiben. (Quelle: kicker)